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Einfluss der Hormone auf das Wachstum

Foto mit Grafik: Zwei Jungen und ein Hund; in den Kopf des einen Jungen ist ein Gehirn eingezeichnet, in dem der Sitz von Hypothalamus und Hypophyse markiert sind
Sitz des Hypothalamus und der Hypophyse im menschlichen Gehirn

Zu den Einflussgrößen auf das Wachstum gehören die Hormone. Sie sind die chemischen Sendboten des Körpers, die nach Bedarf ausgeschüttet oder zurückgehalten werden. Sie entfalten am Erfolgsorgan des Wachstums, z.B. an den Wachstumsfugen der langen Röhrenknochen, ihre Wirkung. Nahezu alle Hormone haben einen fördernden oder hemmenden Einfluss auf das Körperwachstum.

Wachstumshormon

Besonders wichtig ist das Wachstumshormon, das deshalb so genannt wurde, weil man feststellte, dass ohne dieses Hormon Tiere und Menschen nicht wachsen können. Es wird in der kirschgroßen Hirnanhangsdrüse (= Hypophyse) gebildet und schon eine kleine Änderung seiner Ausschüttung kann das Wachstum ganz wesentlich beeinflussen.

Die Menge an ausgeschüttetem Wachstumshormon wird von einem übergeordneten Zentrum im Gehirn (= Hypothalamus) gesteuert. In Zeiten lebhaften Wachstums, wie in der Pubertät, wird besonders viel ausgeschüttet. Wachstumshormon wird fortlaufend über 24 Stunden gebildet, in der Nacht deutlich mehr als am Tag.

Schemazeichnung: Kurve zur Ausschüttung des Wachstumshormons im Verlauf von 24 Stunden; Sonne und Mond als Symbole für Tag und Nacht
Ausschüttung des Wachstumshormons im tageszeitlichen Rhythmus

Thyroxin

Thyroxin, ein Hormon der Schilddrüse, wirkt auf den Stoffwechsel der Zellen ganz allgemein fördernd. Damit wird verständlich, dass es auch für das Wachstum absolut notwendig ist.

Männliche und weibliche Geschlechtshormone

Diese setzen die Veränderungen der Pubertät in Gang und steigern die Ausschüttung von Wachstumshormon in dieser Zeit. Außerdem beeinflussen sie den Eiweißaufbau in den Organen, z.B. in den Muskeln und in der Knochengrundsubstanz.

Insulin

Ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse; es sorgt für die Verwertung der Kohlenhydrate als Energiespender für die wachsenden Zellen und damit für das Wachstum.

Kortisol

Wird in der Nebennierenrinde gebildet und ist lebensnotwendig für die Bewältigung von Infektionen, Verletzungen und anderen Situationen, die für den Menschen starken Stress bedeuten; extrem hohe Kortisolspiegel bei bestimmten Erkrankungen können das Wachstum negativ beeinflussen.