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Das Wachstum im Mutterleib

Die Eizelle aus dem Eierstock der Mutter ist mikroskopisch klein, wenn sie vom Samen des Vaters im Eileiter befruchtet wird. Unter dauernder Teilung gelangt das befruchtete Ei in die Gebärmutter und nistet sich nach Tagen dort ein. Nach dem genetischen Bauplan in den Chromosomen wächst das Ei schnell und die Organe entwickeln sich.

Störungen von außen können sich jetzt durch bleibende Schäden an den Organen bemerkbar machen. Die Körperlänge nimmt aber immerhin in acht Wochen um das Zweihundertfache, das Gewicht um das Millionenfache zu.

Mit 2 1/2 Monaten sind die Organe eines Fetus angelegt und bereits weitgehend differenziert. Er wiegt 3 g und ist 3 cm lang. Zuverlässige Normwerte in diesem Alter wurden in den letzten Jahren durch moderne Ultraschallmessungen möglich. Sie dienen in der Schwangerschaftsüberwachung der Kontrolle der normalen Entwicklung des Fetus.

Schwierig: die Altersbestimmung

Ein Problem bleibt immer noch die Altersbestimmung des Kindes im Mutterleib. Der Ausgangspunkt ist die letzte Menstruation; der Zeitpunkt der Befruchtung und der Einnistungstermin sind aber danach nicht genau zu bestimmen.

  • Um die Mitte der Schwangerschaft beschleunigt sich die Zunahme der Körperlänge bis zu einem Maximum von 10 cm/Monat.
  • Bei der Geburt im Alter von 40 Wochen beträgt sie noch 2 cm/Monat.

Einen Anteil an dieser Verlangsamung des Wachstums haben sicher die „Raumverhältnisse“ in der Gebärmutter.

Man sieht darin einen der Gründe dafür, dass schon bei Geburt kleine Frauen kleine und große Frauen größere Kinder haben. Es ist klar, dass für diese Differenzierungs- und Wachstumsleistung des Fetus eine große Menge an optimaler Versorgung mit Nahrung und Sauerstoff über den Mutterkuchen bereitgestellt und Schlacken abtransportiert werden müssen. Störungen auf verschiedenen Ebenen können zu einer geringeren Zunahme von Länge und Gewicht, evtl. bei sehr frühen Ereignissen auch zu Organschäden führen.