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Das Wachstum nach der Kindheit

Wachstum in der Pubertät

Bis zum Beginn der Pubertät sind Jungen und Mädchen fast genau gleich groß, danach sind Jungen etwa 13 cm größer als Mädchen. Auf den Kurven für die Wachstumsgeschwindigkeit sieht man eine deutliche Beschleunigung des Wachstums zwischen 8 1/2 und 13 Jahren bei Mädchen, und etwa 2 Jahre später, zwischen 10 1/2 und 15 1/2 Jahren, bei Jungen. Außerdem fällt auf, dass der Wachstumsschub bei Jungen im Mittel bis 8 cm/Jahr, bei Mädchen dagegen bis 6,5 cm/Jahr erreicht.

Man kann auch sehen, dass der Streubereich der Norm deutlich zunimmt. Diese größere Streuung beruht auf der großen individuellen Variation des Auftretens der Pubertät. Eine erbliche Komponente spielt hier ebenfalls eine Rolle.

Bei Mädchen beginnt die Pubertät mit der Vergrößerung der Brust im Mittel mit 10,8 Jahren (8,8–12,8 Jahre; alle Werte in Dezimalen). Die größte Wachstumsgeschwindigkeit wird im Mittel mit 12 Jahren erreicht. Bei Jungen beginnt die Pubertät mit der Vergrößerung der Hoden. Die größte Geschwindigkeit des Wachstums wird mit 14 Jahren erreicht, wieder 2 Jahre später als bei den Mädchen. In der Pubertät bilden sich neben den typischen Geschlechtsmerkmalen auch die männlichen oder weiblichen Körperformen heraus.

Ende des Wachstums

Das Ende des Wachstums, in Bezug auf die Körperlänge, ist erreicht, wenn die Wachstumsfugen der Röhrenknochen geschlossen sind. Dies lässt sich mit einer Röntgenaufnahme z.B. der linken Hand nachweisen und ist im Normalfall zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr der Fall. Bei manchen Kindern, z.B. mit Knochenbaustörungen oder mit Ullrich-Turner-Syndrom, erfolgt dies deutlich später, so dass z.B. Mädchen mit Ullrich-Turner-Syndrom noch lange weiterwachsen können.