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Wie wird Wachstumshormon heute hergestellt?
Gentechnische Herstellung
Früher konnte man Wachstumshormon nicht industriell herstellen, sondern musste es aus den Hirnanhangsdrüsen von Verstorbenen gewinnen. Die Verwendung des sogenannten „extrahierten“ Wachstumshormons führte aber in einigen wenigen Fällen bei der Verwendung nicht kommerzieller Präparate zur Übertragung des Erregers der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (verwandte Form der BSE-Erkrankung). Ein weiterer Nachteil dieser Methode war die geringe Menge an zur Verfügung stehendem Wachstumshormon.
Glücklicherweise ist es heute mit der Erfindung der Gentechnik möglich geworden, sehr reines menschliches Wachstumshormon in ausreichenden Mengen herzustellen. Das Wachstumshormon von Pfizer wird ausschließlich gentechnisch hergestellt.
Reines, sicheres Wachstumshormon
Das Gen für Wachstumshormon wurde identifiziert, aus dem menschlichen Chromosomensatz herausgeschnitten und in die Gene eines Bakteriums eingebaut. Dazu verwendet man die harmlosen E.-coli-Bakterien, die bei allen Menschen natürlicherweise im Darm vorkommen. Diese gentechnisch veränderten Bakterien sind nunmehr in der Lage, menschliches Wachstumshormon zu bilden. Dieses muss natürlich noch isoliert und gereinigt werden.
Am Ende des Herstellungsprozesses gewinnt man absolut reines menschliches Wachstumshormon, das keine Krankheiten übertragen kann. Da es möglich ist, die Bakterien schnell zu vermehren, steht dank dieser Technik genügend Wachstumshormon für jeden Patienten zur Verfügung.
Die gleiche Methode wird übrigens bei der Herstellung von Insulin verwendet.