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Vom "Floh" zum Ballzauberer: Lionel Messi - der Star des FC Barcelona

Was Viele nicht wissen: Der wohl beste Fußballspieler der Welt litt unter Wachstumshormonmangel. Er wurde in seiner Kindheit und Jugend erfolgreich mit Wachstumshormon behandelt.

Fußball-Superstar Lionel "Leo" Messi spielt wie ein Gott und steht heute auf Augenhöhe mit Legenden wie Pelé, Günter Netzer, Diego Maradona und Zinédine Zidane. Dabei hat der Argentinier eine mehrjährige Geschichte als hormonbehandelter Patient hinter sich.

Foto: Lionel MessiLeo "la pulga"

Noch 1997, als er in der Mannschaft des argentinischen Traditionsclubs Newell’s Old Boys in Rosario mit dem Ball zauberte, wirkte Messi mindestens zwei Jahre jünger als seine Fußballfreunde. Sein Kleinwuchs brachte ihm deshalb seinen heute noch in Argentinien gebräuchlichen Spitznamen ein: "la pulga", der Floh. Als Ursache stellten Ärzte einen Mangel an Wachstumshormon fest.

Daraufhin verschrieben die Mediziner dem Elfjährigen Wachstumshormon, das er jeden Abend, später zweimal täglich injizierte. Im Alter von 13 Jahren maß er kaum mehr als 140 cm. Doch Messis Krankenversicherung konnte die Kosten für die weitere Hormonersatzbehandlung in Argentinien nicht weiter übernehmen.

Erfolgreiche Behandlung

Der Zufall wollte es, dass ein Fußballscout Messi entdeckte und ihn zu einem Probetraining nach Spanien einlud. Schon nach einer halben Stunde Training war klar, dass hier ein Ausnahmefußballer den Ball kickte. Gesehen, getan: Der FC Barcelona brachte dann im Jahr 2001 die gesamte Familie nach Spanien und zahlte die Kosten der Behandlung mit Wachstumshormon. Nach insgesamt fünf Jahren Therapie erreichte Messi eine Körpergröße von 169 cm - genug, um sich mit den stärksten Abwehrspielern der Welt messen zu können. Im Alter von 16 Jahren wurde die Behandlung mit Wachstumshormon schließlich beendet.

Einsatz für kranke Kinder

Heute unterstützt der 23-jährige Leo Messi mit seiner Stiftung "Fundación Messi" selbst Kinder aus Argentinien finanziell, die an schweren Erkrankungen leiden und die in Spanien behandelt, insbesondere operiert werden müssen.

Quellen:

La Nación. Biofármacos con futuro, 09.07.2006; Link öffnet in neuem Fensterwww.leomessi.com (besucht 16.06.2009); Lionel Messi: a legend in the making. Sunday Times, 26.04.2009.
Foto: José Porras, Wikipedia.