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Chronische Nierenschwäche

Bei mehr als 50 % der Betroffenen ist eine anhaltende Nierenschwäche – im Fachjargon als „chronische Niereninsuffizienz“ bezeichnet – im Kindesalter durch angeborene Erkrankungen der Niere bedingt. Fast immer sind diese Kinder auch kleinwüchsig oder in ihrer Entwicklung verzögert. Bis zum 2. Lebensjahr liegt das vorwiegend an der unzureichenden Ernährung durch verminderten Appetit und häufiges Erbrechen.

Begleitende Hormonstörungen

In der Pubertät ist das Wachstum nierenkranker Kinder vor allem wegen begleitender Hormonstörungen besonders stark vermindert. Diese Kinder profitieren in den ersten zwei Lebensjahren sehr von einer ausreichenden Ernährung, wenn nötig auch über eine Magensonde.

Behandlung mit Wachstumshormon

Danach sollte möglichst frühzeitig mit einer Wachstumshormontherapie begonnen werden, da der Körper auf das vorhandene Wachstumshormon allein nicht genügend anspricht. Im Allgemeinen lässt sich bei vielen nierenkranken Kindern innerhalb kurzer Zeit mit einer solchen Therapie ein drastisches Aufholwachstum erreichen.

Dazu ist es besonders wichtig, Zentren aufzusuchen, in denen Kinderärzte, die auf Nierenstörungen und Kleinwuchs spezialisiert sind, diese Therapie einleiten. Nach den bisherigen Erfahrungen ist es nötig, die Behandlung bis zum Ende des Wachstums fortzusetzen.